China vor 100.000 Jahren

Für ein besseres Verständniss der Geschichte und der Entwicklung Chinas in der Neuzeit ist es vielleicht  interessant ein wenig über China vor tausenden von Jahren zu erfahren.

China ist umgeben von großen Wüsten und Gebirgen. Es ist ein riesiges fruchtbares Reich mit einer Nord-Süd-Ausdehnung von ca. 4.500 km und einer Ost-West-Ausdehnung von 4.200 km. 

Der Yang Tse Kiang in China

China besitzt zwei große Flusssysteme: Den Huang He den Gelben Fluss und den Yang Tse Kiang.  China kann man weiterhin in eine nördliche, kühlere Zone, und eine südliche, feuchtwarme Zone, einteilen. Heute hat China zu 14 Staaten Grenzen.

Einige  chinesische Wissenschaftler meinen, dass sich die Chinesen direkt aus dem Homo Erectus entwickelt haben und nicht aus Homo Sapiens. Dieser sei aus Afrika bis nach China eingewandert . Von westlichen Wissenschaftlern und Sinologen wird diese Annahme jedoch nicht geteilt. Sie sagen der Homo Sapiens sei vor etwa 100.000 Jahren in China eingewandert. Man nimmt heute an, dass sich um  5000 v.Chr.  neolithische Kulturen in China entwickelten die Ackerbau betrieben, töpferten und Stoffe verarbeiteten. Zu jener Zeit wurden in China auch Hunde und Schweine gehalten. Weiter geht man davon aus, dass um 3000 v.Chr. in China die Rinder, Schafe und Büffelhaltung hinzukamen.

Im Norden Chinas, im Bereich des Huang He, konnte man sehr fruchtbaren und leicht bebaubaren Boden vorfinden. Die dortigen Funde an Töpferwaren waren grob und unverziert. In diesem Landesbereich entwickelte sich die sogenannte Longshan-Kultur. Diese breitete sich in den Folgejahren in alle Himmelsrichtungen aus. Im Gebiet Shandong brachte die dort ansäßige Kultur feinere Keramiken hervor.

Reis und  Lotus wurden im Yang Tsi Tal angebaut. Die Kultur der Hemudu, die sich südlich von Shanghai entwickelte, baute Pfahlhäuser und produzierte Schüsseln sowie polierte Keramik.

In den westlichen Gebieten Chinas, im Bereich der Provinzen Shangxi und Gansu entstand um 5000v.Chr.-3000 v.Chr die Yangshao-Kultur.

Jade Schmuck in der Geschichte Chinas

Im Osten Chinas waren die gefundenen Gefäßformen vielfältiger. Bei Ausgrabungen fand man in Gräbern der Liangzhu-Kultur, in der nähe von Shanghai, kostbaren Schmuck aus Jade.

Erst in der Zeit nach 3000 v.Chr. breiteten sich die kulturellen Errungenschaften über ganz China aus. Man findet erste Ansätze von Metallverarbeitung und Dörfer wurden mit Wällen befestigt.

Im Bereich des Unterlaufes des Huang He findet man erste Belege für die Herstellung von Bronze. In der Bearbeitung, vor allem im Gießen von Bronze, entwickelte man zu dieser Zeit Fertigkeiten die auf der Welt einmalig sind.


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