Der Konfuzianismus

Der Konfuzianismus ist eine der philosophisch-politischen Strömungen Chinas, die sich als Antwort auf eine tief greifende Krise der Gesellschaft herausgebildet haben. Der Begriff „Konfuzianismus" ist allerdings eine westliche Prägung ohne genaues chinesisches Äquivalent.

Der nächste chinesische Ausdruck Kongjiao, gebildet analog zu Fojiao und Daojiao , bezieht sich auf den religiösen Kult, der um die Person des Stammvaters der Schule, Kong Qiu , lateinisch Konfuzius (nach Kong Fuzi „Lehrer Kong"), betrieben wurde.

Der in China gebrauchte Begriff Rujia lässt sich wörtlich als „Schule der Sanftmütigen verstehen, wobei „Sanftmütiger" für den Gelehrten steht, der sich mit seinem Geist statt mit Gewalt für seine Sache einsetzt. Der Schwierigkeit zu bestimmen, was „Konfuzianismus" überhaupt sei, steht eine sehr undifferenzierte Alltagsverwendung des Begriffs im Westen gegenüber.

Das Etikett „konfuzianisch" wird hier meist für das ethische System verwandt, welches dem Verhalten von vor "konfuzianischem" Hintergrund aufgewachsener Chinesen zugrundegelegt wird. Dabei ist zu bedenken, dass die meisten Verwender dieses Begriffes selber keinerlei Vorstellungen darüber haben, was diesen "Konfuzianismus" kennzeichnen könnte.

Menschliche  Elemetarbeziehungen

  • Vater-Sohn
  • Fürst-Untertan
  • Mann-Frau
  • Älterer Bruder-jüngerer Bruder
  • Freund-Freund

 Fünf Tugenden

  • Ren, die Menschlichkeit
  • Yi, die Rechtschaffenheit
  • Li, die Sittlichkeit
  • Zhi, die Weisheit
  • Xin, die Aufrichtigkeit 


Der Kern der Lehre sind die Fünf, Neun, bzw. 13 Klassiker

  • Yi Jing = das Buch der Wandlungen
  • Shi Jing = das Buch der Lieder
  • Shu Jing = das Buch der Urkunden
  • Chun qiu = das Buch des Frühlings und des Herbstes
  • Li Ji = das Buch der Riten
  • Lun Yu = das Buch der Unterredungen
  • Da Xue = das Buch der großen Wissenschaft
  • Zhong Yong = das Buch der Lehre von der Mitte
  • Meng Zi = das Buch der Zusammenfassung 

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