Die Faust

Ethymologisch gibt es leider keine eindeutige Herleitung für das Wort Faust. Es wurde versucht, Faust (mhd vust) an das Wort "fünf" anzuschliessen. Auffallend ist die lautliche Nähe des Lateinischen pugnus, gr. pygme, für Faust und gr. pyx für Fäustling. Am befriedigsten erscheint der Ansatz zum indogerm. peug für stechen, stoßen.

Die Faust in Kampfsport und Kampfkunst SaarbrückenDie Faust ist im Wing Chun wie auch in vielen anderen Kampfkünsten die wichtigste Waffe. Viele Anfänger wissen allerdings nicht, wie eine Faust richtig aussieht und vor allem, wo der Daumen bei einer richtigen Faust hingehört.

Auf jeden Fall liegt der Daumen aussen an (also gerade so wie nebenstehend auf dem Bild). Niemals aber soll er von der Faust umschlossen werden, weil die Gefahr droht, dass der Daumen bei einem festen Treffer bricht.

Weiterhin ist es fehlerhaft, den Daumen oben auf die Finger zu legen, wie in Bild 2. Verrutscht man bei einem Fauststoss derart, dass der Daumen stark getroffen wird, kann es z.B. zu einem Kapselriss kommen.

Die Faust in Kampfsport und Kampfkunst SaarbrückenEin Fauststoß ist die Bewegung, bei der man versucht, den Gegner mit der Faust zu treffen. Je nach Kampfkunst werden zum Treffen verschiedene Knöchel bevorzugt. Einige bevorzugen die Knöchel von Zeigefinger,Mittelfinger und Ringfinger, andere meinen, man sollte mit den Knöcheln des kleinen Fingers, Ringfingers und des Mittelfingers treffen.

Weiterhin gibt es verschiedene Ansichten über die Fauststellung beim Auftreffen. Einige Kampfkünste (z.B. Wing Chun) bevorzugen hauptsächlich die vertikale Fauststellung. Hierbei (Bild oben) zeigt der Handrücken zur Seite. Andere (z.B. Boxen, Karate) halten die Faust so, dass der Handrücken nach oben zeigt (wie im Bild unten).


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