Selbstverteidigung für Frauen

Kampfsport oder Selbstverteidigungskurse für Frauen und Mädchen gibt es viele. Doch warum sollte man als Frau einen solchen Kurs besuchen und worauf sollte man bei der Auswahl der Kampfkunst achten?

Konzepte der Selbstverteidigung

Oft werden Frauen in eine Opferrolle gedrängt und sind in Notsituationen körperlich unterlegen. Daher gehört zu einem Kampfsporttraining auch ein Training, welches das Selbstbewusstsein der Mädchen und Frauen stärkt. Frauen lernen dabei Grenzen zu setzen und sich dem Angreifer gegenüber zu behaupten. Dadurch soll die Opferrolle von vornherein vermieden werden.

Wichtig ist auch, eine Gefahrensituation einigermaßen realistisch einschätzen zu können und dabei selbstbestimmt zu handeln. Dabei lernt man, Raum einzunehmen und herzugeben, ebenso wie Grenzen zu ziehen bzw. zu öffnen. Konflikte können so vielleicht vermieden werden und es kommt zu keiner Kampfhandlung. In Rollenspiele und in Szenario-Übungen werden die gelernten Dinge umgesetzt und vertieft. Für den Notwehrfall sollten einfache und effektive Techniken der Kampfkunst und des Kampfsports geübt werden.

Gerade bei Frauen mit schlechten Erfahrungen sind reine Frauenkurse für Selbstverteidigung und Selbstbehauptung ein guter Anfang. Denn in der Gruppe mit anderen Frauen können Ängste abgebaut oder überwunden werden. Im Laufe der Zeit wird man sicherer beim Verwenden der gelernten Techniken und vertraut immer mehr auf sich selbst.

Welcher Stil welche Kampfkunst

Kampfsportarten und Stile gibt es wie Sand am Meer. Einige sind Sportarten wie z.B. das Judo oder Boxen. Diese Sportarten haben das Ziel in einem fairen Kampf unter Wettbewerbsbedingungen zu kämpfen und zu siegen. Darüber hinaus gibt es Kampfsport- und Kampfkunststile, die auf den Ernstfall ausgelegt sind. Also für die Notwehr in einer Notsituation. In vielen Sportarten sind gewisse Techniken nicht erlaubt. So darf ein Boxer seine Ellenbogen nicht einsetzen, im Capoeria, Judo oder Ringen schlägt man nicht mit den Fäusten usw. Viele Stile wurden entschärft, damit der Wettbewerb bei einem Turnier interessanter ist, länger dauert, sich die Kontrahenten weniger verletzen. Daher darf man z.B. im Boxen nicht unter die Gürtellinie schlagen oder den Ellenbogen nutzen.

Für die Verteidigung in einer Notsituation sind daher sicherlich unentschärfte Stile und Kampfkunstarten passender.

Selbstverteidigungskurse in Saarland und Saarbrücken

Preisgünstige Angebote gibt es oft von Volkshochschulen. Auch die VHS in Saarbrücken bietet öfter Kurse an. Darüber hinaus finden man im Internet verschiedene Sportvereine im Saarland die zeitlich begrenzte, oder noch besser, fortlaufende Selbstverteidigungskurse für Frauen, Männer, Paare bzw. mixed anbieten. Damit du den richtigen Kurs für dich findest, sind vielleicht diese Fragen interessant beantwortet zu werden:

Geht es in dem Kurs um Wettbewerbe/ Turniere und den dortigen fairen Kampf, oder um die Selbstverteidigung für den Notwehrfall?

Lernt man etwas gegen Angriffe in einem bestimmten Stil, oder wird einem beigebracht vernünftig auch mit stilfremden Angriffen zu Recht zu kommen?

Werden in dem Kurs nur Techniken und Drills vermittelt oder wird der Körper von Grund auf geschult um letztlich egal mit welchem Angriff zurechtkommen zu können?

Du willst lernen dich selbst verteidigen zu können? Wenn du also im Saarland oder in Saarbrücken einen Verein anrufst, frag ihn was gemacht wird und wie realistisch das Training ist. Am besten direkt mit dem Trainer reden!