Was sind Brazilian Jiu-Jitsu und MMA (Mixed Martial Arts) also gemischte Kampfkünste? Seit wann gib es MMA und wer sind die Gründer von MMA und Brazilian Jiu-Jitsu? Hier ein kleiner Überblick.

Kampfsport Brazilian Jiu-Jitsu

BJJ ist eine Abwandlung der japanischen Kampfsportarten Jūdō und Jiu Jitsu und wurde von den Brüdern Carlos und Hélio Gracie entwickelt. Der größte Sportverband ist die International Brazilian Jiu Jitsu Federation. Die ersten Sportturniere gab es in den frühen 90er Jahren. Kicks und Fauststöße werden vor allem taktisch benutzt, um eine Hebel- oder Würgetechnik einzusetzen. In diesem Kampfsport typisch ist, dass der Gegner also mit Griffmethoden (Grappling), Hebeln und Würfen in den Bodenkampf verwickelt wird, um ihn hier zu besiegen. Auf eine genauere Unterteilung zwischen Gracie Jiu Jitsu (GJJ) zu Brazilian Jiu Jitsu (BJJ) gehen wir nicht ein.

Im sportlichen Wettkampf sind im BJJ u.a. Schlagen, Treten und Fingerstiche verboten. Im MMA sind sie unter Berücksichtigung gewisser Regeln erlaubt. In beiden Systemen gibt es bei den Wettkämpfen Gewichtsklassen. Trainiert wird in einem Gi (Anzug) und barfuß. Als Unterlage dienen meist Matten.

Beim Training und im Wettkampf soll man sich nicht verletzen: Matten federn daher das Fallen ab und Barfußtraining schützt vor ernsthaften Verletzungen, die durch das Tragen von Schuhe entstehen könnten.

Eine andere Form des BJJ ist z. B. das Luta Livre. Luta Livre wurde von Euclydes „Tatu“ Hatem als Variante des Catch Wrestling erfunden und wird zu den Grappling-Disziplinen gezählt. Dabei bedeutet Luta im portugiesischen Kampf, wie z. B. in Casa de Luta, einer Kampfsportschule in Saarbrücken ( Casa = Haus).

Im Saarland und in Saarbrücken gibt es verschiedene Schulen die Brazilian Jiu Jitsu anbieten.

Kampfsport MMA - Mixed Martial Arts

MMA wurde Anfang der 90er Jahre durch die Organisation Ultimate Fighting Championship (UFC) bekannt. Genutzt werden Schlag- und Tritttechniken als auch Bodenkampf (Techniken des Brazilian Jiu-Jitsu, Ringens, Judo etc.). Trainiert wird wie beim BJJ überwiegend auf Mattenboden und barfuß, um Verletzungen zu vermeiden. Bei den Wettkämpfen wird mit Handschuhen gekämpft und in Gewichtsklassen eingeteilt. Im MMA werden u.a. Selbstverteidigungstechniken wie Entwaffnungs- und Waffentechniken und Handkantenschläge nicht trainiert. Auch nicht erlaubt in MMA und BJJ sind das Angreifen der Augen, Genitalien oder das Reißen an Ohren und Nase.

MMA Schulen gibt es im ganzen Saarland, und auch in Saarbrücken.

Beide Stile trainieren für den Wettkampf und für eine sportliche Auseinandersetzung. Zum Aufbauen und Verbessern von Kraft, Kondition, Geschwindigkeit und motorischen Fähigkeiten usw. sind beide Kampfsportarten sicher gut geeignet. Als Ergänzung für Stile der Selbstverteidigung wie Hung Gar, Wing Chun usw, die selbst keine Konzepte für den Bodenkampf mitbringen, sind sie sehr gut geeignet.

In einer Notwehrsituation liegen auf dem Boden keine Matten, man trägt keine Handschuhe und ein Angreifer hält sich nicht an Gewichtsklassen, noch hält er sich an Regeln. Im Gegenteil, in Parks liegen kantige Steine und knorrige Wurzeln, innerorts gibt es Bordsteinkanten, hartes Pflaster, Treppenstufen und mehr. Kopfverletzungen und Schürfwunden können daher recht schnell vorkommen, wenn man einen Angreifer bevorzugt in einen Bodenkampf verwickeln möchte. Dennoch ist das Training von Bodenkampf und auch das Falltraining eine gute Ergänzung und gerade dann hilfreich, wenn man letztlich doch auf allen Vieren landet. Zu glauben nichts könnte einen aus dem Gleichgewicht bringen ist vielleicht auch eher ein Zeichen von Selbstüberschätzung.

 

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